Freudenburger Auswanderer
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Freudenburger Auswanderer

Freudenburger Auswanderer

Natürlich wohnen nicht all unsere Vereinsmitglieder in und im direkten Freudenburger Umfeld, einige hat es in die weitere Ferne verschlagen.

Wir möchten hier ehemalige aktive Sportler, aber auch weitere Vereinsmitglieder erwähnen, die es in die Ferne zog, jedoch immer noch dem Verein durch ihre Mitgliedschaft verbunden sind.

Als erster sei unser Sportkamerad Joachim Wellenberg erwähnt, den es vor gut 20 Jahren nach Damflos verschlagen hat, aber dem Verein immer noch treu geblieben ist. Joachim ist seit jeher in Vereinen und auch in der Politik sehr stark eingebunden, erst vor wenigen Tagen widmete ihm der Trierische Volksfreund einen tollen Artikel, eine besondere, und hochverdiente Ehre wie wir meinen.

Folgendes stand im Artikel zu lesen:

Ein "Welle" für alle Fälle

Seit 20 Jahren in unterschiedlichen Funktionen aktiv: Joachim Wellenberg fühlt sich in seiner Wahlheimat Damflos sichtlich wohl und schlägt viele Wellen.

Damflos. (b) Im Treffpunkt hat alles begonnen. Gemeint ist eine kleine Kneipe in Hermeskeil, in der sich Ende der 80er Jahre regelmäßig einige Hobbyfußballer trafen und eine Freizeitmannschaft gleichen Namens gründeten. "Sie war für mich das Sprungbrett in den Hochwald", erinnert sich Joachim Wellenberg aus Damf los noch heute gerne an die alten Zeiten zurück. Die Truppe um Spieler wie Peter Stüber, Klaus-Peter Leinen, Josef und Jürgen Briel, Bernhard Schu und Rüdiger Veit traf sich regelmäßig in Damflos zum Kicken.

Der gebürtige Freudenburger Wellenberg leistete zur damaligen Zeit seinen Dienst bei der Bundeswehr in Birkenfeld. Als Offensivspieler war er bis 1986 im Heimatverein SV Freudenburg aktiv, musste allerdings verletzungsbedingt eine längere Auszeit nehmen. "Da kam die Freizeitmannschaft genau zum richtigen Zeitpunkt. Ohne jeglichen Leistungsdruck konnte ich mich hier wieder aufbauen", sagt Wellenberg, für den sein Einsatz in der FZM Treffpunkt allerdings nicht ohne Folgen blieb. Auf dem Damf loser Sportgelände, das mittlerweile zu seinem zweiten Wohnsitz geworden ist, fiel er bald durch seine Offensivstärke, Schnelligkeit und Torgefährlichkeit auf. Es bedurfte nicht vieler Überredungskünste von Fritz Keller, Peter Ganz, Josef Jakobs sowie des damaligen Vorsitzenden Günter Bickler: Schon kurz danach, genau am 7. Juli 1987, nahm "Welle" als Spielertrainer das Training des SV Damflos auf. Parallel lernte er seine Frau Stephanie kennen, mit der er und die drei Kinder Daniel (18), Marko (16) und Jasmin (11) seit 1988 in Damflos wohnen und wo er seit 20 Jahren "die Wellen" schlägt.

Das Fußballspielen hat er von seinen Onkeln Franz (Torgefährlichkeit) und Willi (Techniker) geerbt, die in den 50er und 60er Jahren tragende Säulen im SV Freudenburg waren. Im Verein spielte er seit seinem neunten Lebensjahr und hatte in Cousin Heinz-Jakob Bartel während seiner gesamten Jugendspielzeit einen treuen Wegbegleiter. Mit 17 Jahren wechselte Wellenberg zum Nachbarverein SV Kirf, wo er mit Andreas Pauly den zur damaligen Zeit jüngsten Sturm bildete. In seiner zweijährigen Spielzeit schoss jeder der beiden mehr als 30 Tore pro Saison. Zurück im Heimatverein verbrachte er dort noch fünf schöne Fußballjahre, in denen der Aufstieg immer nur um einen Platz verfehlt wurde. "Das für den Titel versprochene Spanferkel-Essen löste allerdings ,Karlchen' Repplinger nach den vergeblichen Anläufen am Ende auch für den Vizetitel ein", erinnert sich Wellenberg.

Für den SV Damflos schnürte er dann bis zur Gründung der Spielgemeinschaft mit dem Nachbarverein FC Züsch-Neuhütten im Jahr 2001 noch selbst die Schuhe, bevor er einen Schluss-Strich unter seine aktive Zeit, abgesehen von AH-Einsätzen, setzte. Zu seinem Engagement auf dem Fußballplatz kommen zahlreiche ehrenamtliche Aktivitäten hinzu. "Welle" war vier Jahre Jugendleiter und Trainer der B- und A-Jugend, vier Jahre stellvertretender Vorsitzender, elf Jahre Schiedsrichter (bis Bezirksliga und im Gespann bis Verbandsliga) und leitet im zwölften Jahr als erster Vorsitzender die Geschicke des Vereins. In diese Zeit fallen unter anderem die Gründung der SG, die Sportplatz-Sanierung, der Bau der Flutlichtanlage sowie die Außensanierung des Sportlerheims. Für seine Verdienste um den Sport erhielt der 45-Jährige den Ehrenbrief und die Bronzene Ehrennadel vom Sportbund und vom Fußballverband. Die Rolle des Schiedsrichters begeisterte den engagierten Ehrenamtler schon in frühen Jahren. Schließlich war Vater Karl-Heinz viele Jahre in dieser Funktion unterwegs. Doch damit nicht genug: Über seinen Onkel Willi führte sein Weg schon früh in die Politik, und mit dem Wechsel des Wohnorts ging dann auch der Wechsel des Ortsvereins einher. Seit 1999 ist er Ortsbürgermeister der Gemeinde Damflos und Mitglied im VG-Rat. Seine karnevalistische Ader lebt er in der närrischen Zeit als Mitglied des Männerballetts bei den "Damfloser Löffelschern" aus, und seit drei Monaten leistet er auch musikalische Unterstützung im Männergesangverein Damflos.


Schlägt mächtig Wellen in Damflos: Joachim Wellenberg.